2017PrintReviews

In der fernen Zukunft gibt es nur Krieg…

Und du schürst ihn!

Im Caligari-Sektor herrscht Unruhe. Chaos manifestiert sich und loyale Soldaten wenden sich vom Licht des Imperators ab. Dämonen strömen in unsere Dimension und verwüsten einen Planeten nach dem anderen. Nur die Inquisition, die mächtigste aller Organisationen des Imperiums, vermag der Häresie Einhalt zu gebieten.

Definitiv nichts für Kinder

Bevor ich mit dem Bericht richtig einsteige, möchte ich anmerken, dass sich dieses Spiel an ein älteres Publikum richtet.

Warhammer hat einen besonderen Platz in meinem Hobby-Herz und so ist es wenig verwunderlich, dass ich unbedingt erneut zu diesem Titel wollte. „Warhammer; Inquisitor Martyr“ ist ein Action – Rollenspiel, welches im 40. Jahrtausend spielt. Und das Leben in der fernen Zukunft sieht nicht allzu rosig aus. Technologischer Rückschritt, der seit zehntausend Jahren andauert, Bedrohung durch Aliens und Verräter, die das empfindliche, politische Gleichgewicht stören sowie die brutale Herrschaft der Inquisition und der Exklesiarchie („Gott-Kirche“) setzen der Menschheit zu. Und doch bist gerade du als Inquisitor unterwegs, um die Menschheit vor ihrer Vernichtung zu schützen.

NeoCore zeigt dieses Jahr so viel vom Spiel wie nie zuvor. Man kann einen Großteil der Gebiete besuchen und sich vollkommen frei nach Missionen umgucken. Ich konnte zwei von drei Klassen spielen, aus denen ich jeweils drei Unterklassen wählen konnte. Als schwer gepanzerter Juggernaut oder blitzschnelle Assassine konnte ich mich durch die Level kämpfen. Die Story halten die Entwickler noch immer zurück, da der Aspekt aktuell sehr auf den Features und Mechaniken liegt und man relativ wenig spoilern möchte. Die Dinge, die gezeigt wurden, wirken sehr weit entwickelt bzw. bereits fertig. Bereits dreimal war NeoCore mit Inquisitor Martyr schon auf der gamescom und in den drei Jahren hat sich das Spiel hervorragend entwickelt. Während 2015 „nur“ ein kleiner Demo-Bereich mit einem Boss spielbar war, wurde mir in diesem Jahr die Early-Access-Version vorgelegt.

Die Assassine ist schnell und tödlich

Ja, „Early-Access-Version“, denn ab dem 31.08. wird Inquisitor Martyr in diesem Status auf Steam verfügbar sein. Nach über drei Jahren in der Entwicklung und einer halbjährigen, geschlossenen Beta-Phase, geht NeoCore den nächsten Schritt in Richtung Massentauglichkeit. Die spielbaren Bereiche sehen Warhammer typisch sehr stimmig und grafisch schön aus.

Zudem hat NeoCore bekräftigt, dass jeder zukünftige Content für alle Spieler kostenlos erhältlich sein soll. Die Inhaltserweiterungen sollen in Staffeln veröffentlicht werden und sollen so eine ausreichende Entwicklungszeit gewährleisten, damit dem Spieler die beste Spieleerfahrung ermöglicht wird.

Warhammer; Inquisitor Martyr hat in den vergangenen Jahren eine Alternative zum „Early-Access-Wahnsinn“ aufgezeigt. Man hat sich Zeit genommen und das Spiel stetig verbessert und erweitert. Die Arbeit und die Gedanken, die in das Spiel geflossen sind, spürt man und es macht Spaß, sich durch Horden von Dämonen und Verrätern zu schnetzeln. NeoCore liefert hier was ganz Feines ab.

Der Titel soll schon im ersten Quartal des Jahres 2018 komplett fertig sein und das Early-Access-Programm verlassen.

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