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Achtung Höhenangst!

Ehrfürchtig setze ich die VR-Brille auf. Sie ist gar nicht so schwer, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Von meiner Umwelt sehe ich nichts mehr – nur die Kopfhörer bekomme ich noch in die Hand gedrückt. Irgendwie schaffe ich es noch, den Controller zu ertasten. Ein Knopfdruck, dann geht es los.

Ace Combat 7: Skies Unknown war das erste Spiel, das ich mit einer Virtual-Reality-Brille ausprobieren konnte. Ziel ist es, möglichst viele Feinde in der Luft mit den Geschützen zu treffen. 2018 wird der Flugsimulator für alle spielbar sein. Ein Teil des Spiels wird mit PlayStation VR spielbar sein.

Wie bei Ace Combat zu erwarten ist, sitze ich in einem Flugzeug. Noch stehen die Räder still auf der Startbahn. Die Sonne scheint zwischen den Wolken hindurch – und blendet mich. Neben mir hebt ein anderer Flieger ab. Der von hier oben so winzig wirkende Mann winkt jetzt auch mir. Ich atme noch einmal durch, gleich soll ich abheben. „Drücke R1“ ist das Einzige, was mich aus der Inszenierung wirft. Ich folge den Anweisungen und rase immer schneller die Startbahn entlang. Ich fliege.

Mit Geschwindigkeits- und Punkteanzeige über den Armaturen sieht das Spiel aus wie ein normales Ace Combat. Grün leuchtet direkt vor mir auch auf, wie sehr ich zur Seite geneigt bin – und ob ich einen Feind im Visier habe. Doch dann drehe ich meinen Kopf und blicke mich um. Im

 Cockpit sitze ich mitsamt Pilotenanzug und Handschuhen um den Steuerknüppel. Wenn ich mich weit genug drehe, auch noch die Tragflächen meines Fliegers. Meine Kabine ist klein. Obwohl ich weiß, dass ich eigentlich beide Arme ausstrecken könnte, bekomme ich in der simulierten Welt Platzangst.

Neu: Wetter, Turbulenzen und Vereisung

Ich fliege mitten in eine Wolke hinein – und den Kurs zu halten fällt mir direkt schwerer. Die Turbulenzen sind im Gegensatz zum Vorgängerteil neu. Je länger ich durch die Wolke jage, desto mehr Eis bildet sich auf der Scheibe und dem Flugzeug. Gerade noch rechtzeitig ziehe ich den Flieger aus der Gefahrenzone heraus, da entdecke ich in einiger Entfernung ein Unwetter. Auch die beiden Elemente sind neu für den Flugsimulator. Wer taktisch denkt, kann so seine Feinde austricksen oder in eine Falle locken.

Plötzlich blinkt eine Warnung auf: Ich werde beschossen. Bei meinem Ausweichmanöver verliere ich den Orientierungssinn. Ich weiß weder wo oben, noch wo unten ist. Nach der dritten Umdrehung wird mir langsam schlecht. Ein guter Punkt, um das Spiel zu unterbrechen und die Brille abzunehmen.

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Lisa Beckmann

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