Rezension: Luca und ein verhängnisvoller Sommer

Eine Rezension von Jakob Zimmermann

Die „Deutsche Kinderhilfe“ hat zusammen mit dem Entwicklungsstudio „waza!“ das Computerspiel „Luca und ein verhängnisvoller Sommer“ für den PC entwickelt. Dieses Spiel soll Kindern und Teenagern im Alter von etwa 10-14 beibringen, mit Medien wie zum Beispiel dem Smartphone richtig umzugehen.

UnbenanntWenn man das Spiel startet, fühlt man sich in die Zeiten des Gameboys zurückversetzt. Dudelige 16-Bit-Musik, verpixelte Grafik, unvertonte Dialoge. Man spielt Luca, die mit ihren Freunden Abenteuer erlebt. Direkt im ersten Kapitel wird der Spieler mit einem heiklen Thema konfrontiert: Lucas Freundin wird mit Sprüchen wie „Gib mir dein Popcorn, du bist eh schon zu Fett!“, gemobbt. Es wird mit „Wenn ich in den Spiegel schaue, dann zerbricht er wenigstens nicht!“, gekontert. Nun muss man sich darum kümmern, das Problem zu lösen. So lernt der Spieler mit Problemen wie Mobbing umzugehen und Konflikte zu bewältigen.

Screenshot Luca und ein verhängnisvoller SommerMan merkt schnell, dass „Luca und ein verhängnisvoller Sommer“ mit einem pädagogischen Hintergrund entwickelt wurde, man kann zum Beispiel nur auf dem Zebrastreifen die Straße überqueren. Auch zeigen die Entwickler Gewandtheit im Umgang mit der Jugendsprache: Wörter wie „chillig“ sind sinnvoll eingebaut, auch wenn es manchmal es manchmal für beschämtes Kopfschütteln sorgt, sobald ein Charakter sich mit dem Wort „Yolo!“ verabschiedet.

Leider ist das Spiel sehr schwer zu finden, besonders für Kinder von 10-14 Jahre und ist nicht auf Mac-Systemen spielbar.

Alles in allem ein sinnvolles, wenn auch sehr einfach gehaltenes Spiel, bei dem die Steuerung immer mal wieder aussetzt, das aber dennoch vor allem jungen Spielern und Spielerinnen zeigen kann, wie man sich im Umgang mit Smartphone und co. verhalten kann und sollte.

 

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