Spielend lernen in virtuellen Welten

5. Jugendforum NRW auf der gamescom 2010

Die Computertechnologien bieten den meisten Gesellschaftsgruppen vielfältige innovative Anwendungsformen und vorteilhafte Nutzungsmöglichkeiten im Arbeitsleben sowie im Ausbildungs- und Bildungsbereich. Parallel hierzu hat sich ein elektronischer und digitaler Unterhaltungsmarkt ausgebildet, wobei insbesondere der Markt der Computer- und Konsolenspiele mittlerweile zu einem führenden Wirtschaftssektor auch in Deutschland geworden ist.
Mit der Einrichtung erster Lehrstühle zum Thema Computerspiele wird deutlich, dass auch die Hochschulen in Deutschland der Meinung sind, dass Computerspiele weitaus komplexer zu betrachten sind und mehr zu bieten haben, als nur Gewaltexzesse. Jüngste Studien verweisen darauf, dass die neuesten Spiele die kognitiven Fähigkeiten der Spieler extrem trainieren und zu Wissen und Erfahrung beitragen. 
Auch die Politik sieht in den interaktiven Unterhaltungsmedien ein wichtiges Kulturgut und so lobt der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung gemeinsam mit den Verbänden der Spielebranche seit 2009  den Deutschen Computerspielpreis aus. (www.deutschercomputerspielpreis.de).
Er ist Deutschlands höchste Auszeichnung für interaktive Unterhaltungsmedien.

All diese Entwicklungen zeigen, dass in der öffentlichen Diskussion die Computerspiele mittlerweile wesentlich vielschichtiger und differenzierter diskutiert und betrachtet werden. Doch während die digitalen Spiele sich längst als prägender Bestandteil einer neuen Jugendkultur etabliert haben, ist ebenso festzustellen, dass viele Erwachsene den Computerspielen auch weiterhin eher skeptisch und kritisch gegenüberstehen. Diese digitale Kluft vor allem zwischen den jugendlichen Gamern und den Eltern und Pädagogen durch Kommunikation und mit Projektpräsentationen zu überbrücken, ist das Anliegen des „Jugendforums NRW – Spielend lernen in virtuellen Welten“.

Wie schon in den vorangegangenen Veranstaltungen der letzten Jahre, sollen auch 2010 die unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen der jungen Gamer und Erwachsenen  in den Vordergrund gerückt und die Möglichkeit geboten werden miteinander in einen konstruktiven Dialog zu treten. Mit Unterstützung des
Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und in Kooperation mit der Stabsstelle Medien und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln, präsentieren sich deshalb vom 18. – 22. August auf der gamescom in Halle 8 der KölnMesse ca. 30 Partnerinstitutionen und zahlreiche Jugendprojekte aus Jugendhilfe und Schule aus NRW und Köln mit vielfältigen und interessanten Programmpunkten zum Thema „Spielend lernen in virtuellen Welten".
Veranstalter und Kooperationspartner laden Gamer, Eltern, Lehrer, Pädagogen und weitere interessierte Besucherinnen und Besucher herzlich ein den Stand des Jugendforums NRW  in Halle 8 zu besuchen, wo abwechslungsreiche, unterhaltsame und anregende Informations-, Beratungs-, Erlebnis- und Mitmachangebote für Jung und Alt auf sie warten (weitere Infos s. Programm und Partner).

 
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