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Battlefield könnte die Schlacht um die Vorverkäufe verlieren

Verwüstete Städte,  Schüsse werden abgefeuert. Das ist die Welt von Battlefield. Der Spieleentwickler Electronic Arts bringt mit „Battlefield V“ – zusammen mit Entwickler DICE –  einen neuen Teil der Egoshooter-Reihe heraus. Das Thema des Spiels: der Zweite Weltkrieg. Auf verwüsteten Schlachtfeldern kämpft der Spieler als Mitstreiter im großen Krieg mit. Unter anderem kann er dabei als Wehrmachtssoldat auf historische Waffen wie die MP40 oder das Stg44 zurückgreifen. Entwickler DICE habe sich mit den Details der Waffen und Häuser bemüht, so zumindest der Tenor aus der Community.

Fans freuen sich vor allem auf die neueste Version der Frostbite-Spielengine. Sie soll den Schaden an der Umwelt noch realistischer darstellen. Das Spiel soll selbst mit einer weniger guten Grafikarte spielbar sein.

Allerdings ist der Technikgigant am straucheln, denn trotz der Vorfreude der Fans schlägt sich das noch nicht in den Vorverkaufszahlen nieder.  Diese sind im Vergleich zur Konkurrenz und zu den Vorjahren aus Sicht von EA bislang nicht zufriedenstellend. Titel wie „Call of Duty – Black Ops 4“ und „Red Dead Redemption 2“ liegen laut Computer Bild bei den Vorbestellungen deutlich vor dem EA-Titel. Doch nicht nur das bereitet den Machern Probleme.

EA-Pressesprecher versteht die Kritik nicht

Auch von der Communityseite hagelt es starke Kritik, denn der Hauptcharakter im Singleplayer-Modus ist weiblich. In einem Interview äußerte sich Martin Lorber, der Pressesprecher von Electronic Arts Deutschland, zu diesem Thema. Er hat zu dieser Debatte eine klare Haltung: „Ich kann es nicht verstehen, warum es so eine starke Kritik daran gibt.“ Er könne sachliche Kritik verstehen. Wenn die Kritik aber in den frauenfeindlichen Bereich gehe, werde man das nicht tolerieren, so Lorber. „Wir werden trotzen“, sagte er daraufhin.

Außerdem gab es Diskussionen über den für den Shooter angekündigten Battle-Royal-Modus. Dieser wird von einem anderen Studio entwickelt, nicht vom Hauptspielentwickler DICE. Bislang ist es unklar, wer der Entwickler sein wird. Währenddessen mutmaßt die Onlinecommunity ob Battlefield überhaupt solch einen Modus braucht. „Battle Royale ist zurzeit total beliebt, und es wäre schade, wenn man keine neuen Möglichkeiten nutzen würde“, sagte Lorber.

Auch bei dem serientypischen DLC-Premium-Pass wird es Änderungen geben. In diesem Jahr wird der durch das „Tides of War System“ ersetzt. Dabei werden alle Erweiterungen kostenlos der gesamten Community zur Verfügung gestellt. Inhalte wie Karten, neue Waffen und Fahrzeuge sollen in regelmäßigen Zeitabständen dem Spiel hinzugefügt werden. Das heißt, kein Spieler kann sich Vorteile durch den Besitz von kostenpflichtigen Inhalten verschaffen. „Die Leute sollen wieder zusammen finden“, so Lorber. Das freut auch die Community, sie bleibt aber weiterhin kritisch. Das weiß auch Lorber und wartet gespannt auf den Verkaufsstart von „Battlefield V“. Ab dem 19. Oktober ist das Spiel für Xbox One, Playstation 4 und den PC erhältlich. Voraussichtlich wird es ab 18 freigegeben.

Teaserbild: © Electronic Arts

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